
SEO selber machen ist keine Frage von Talent, sondern eine Frage der Reihenfolge. Die meisten Selbstständigen, die bei mir landen, können das alles. Sie haben nur an der falschen Stelle angefangen, drei Monate investiert und dann nichts gesehen.
Deshalb bekommst Du hier keine Liste mit hundert Maßnahmen, sondern sieben Schritte in der Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen. Zu jedem steht der Aufwand, den Du einplanen solltest. Und am Ende steht die ehrliche Grenze: Was Du allein hinbekommst und wo es vernünftig ist, jemanden dazuzuholen.
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ToggleWie mache ich SEO? Die Kurzfassung
Du richtest die Google Search Console ein, gibst jeder Seite genau einen Suchbegriff, prüfst diese Begriffe gegen die echten Suchergebnisse, schreibst Titel und Beschreibung selbst, verlinkst intern, überarbeitest Deine wichtigste schwache Seite und schaust einmal im Monat in die Zahlen. Für den ersten Durchgang brauchst Du ungefähr zehn bis zwölf Stunden, verteilt über drei bis vier Wochen. Ein Tool-Abo oder einen Entwickler brauchst Du dafür nicht, nur Zugang zu Deinem WordPress-Backend.
- Search Console einrichten (30 Minuten, danach zwei bis drei Wochen warten)
- Jeder Seite einen Suchbegriff geben (1 bis 2 Stunden)
- Die Begriffe gegen die echte Suchergebnisseite prüfen (2 Stunden)
- Titel und Beschreibung schreiben (20 Minuten pro Seite)
- Interne Links setzen (1 Stunde)
- Die wichtigste schwache Seite überarbeiten (3 bis 4 Stunden)
- Einmal im Monat messen (30 Minuten)
SEO selber machen: die sieben Schritte der Reihe nach
Schritt 1: Richte die Google Search Console ein
Aufwand: 30 Minuten, dann zwei bis drei Wochen Geduld. Die Search Console ist kostenlos und zeigt Dir, für welche Suchbegriffe Deine Website heute schon erscheint. Das ist Deine Ausgangslage, und ohne sie optimierst Du ins Blaue. Die Bestätigung läuft bei WordPress am einfachsten über Yoast. Danach passiert erst einmal nichts, weil die ersten brauchbaren Daten ein paar Wochen brauchen. Nutz die Zeit für Schritt 2.
Schritt 2: Gib jeder Seite genau einen Suchbegriff
Aufwand: 1 bis 2 Stunden. Schreib Deine wichtigsten Seiten untereinander und daneben, wonach jemand suchen müsste, um dort zu landen. Bekommen zwei Seiten denselben Begriff, streich einen davon. Zwei Seiten zum selben Suchbedürfnis blockieren sich gegenseitig, und am Ende rankt keine von beiden. Das ist die häufigste Baustelle, die ich auf Websites von Selbstständigen finde, und sie kostet Dich keinen Cent, nur eine Stunde Nachdenken.
Schritt 3: Prüf Deine Begriffe gegen die echte Suchergebnisseite
Aufwand: 2 Stunden. Tipp jeden Begriff aus Schritt 2 bei Google ein und schau Dir an, was dort tatsächlich steht. Stehen da Ratgeber, hat Deine Seite eine Chance. Stehen da ausschließlich Tool-Anbieter, Shops oder Lexikonseiten, ist der Begriff für Dich verbrannt, egal wie viele Suchanfragen er hat. Das ist der Schritt, den fast alle überspringen, und er entscheidet mehr über Dein Ergebnis als jedes Tool.
Achte dabei auch auf die Sprache. Deine Kundinnen tippen selten das ein, was Du intern sagst. Sie beschreiben ihr Problem in eigenen Worten, oft als ganze Frage.
Schritt 4: Schreib Titel und Beschreibung selbst
Aufwand: 20 Minuten pro Seite. Beides findest Du in Yoast unter jedem Beitrag, und beides ist das, was in den Suchergebnissen steht. Der Suchbegriff gehört in den Titel, und die Beschreibung braucht einen Grund zum Klicken. Diese zwei Felder sind der einzige Hebel, der Dir Klicks bringt, ohne dass Du eine Zeile neuen Inhalt schreiben musst. Wie das konkret aussieht, zeigen die Anleitungen SEO-Titel schreiben und Meta Description schreiben.
Schritt 5: Setz interne Links
Aufwand: 1 Stunde. Verlinke von Deinen starken Seiten auf die, die ranken soll, und nimm als Linktext das, worum es auf der Zielseite geht. Also „wie lange SEO dauert“ und nicht „hier klicken“. Google liest den Linktext als Beschreibung der Zielseite mit. Drei gute interne Links auf eine Seite bewegen oft mehr als ein neuer Beitrag.
Schritt 6: Überarbeite Deine wichtigste schwache Seite
Aufwand: 3 bis 4 Stunden. Jetzt liefert die Search Console die ersten Daten. Such die Seite, die viele Impressionen und kaum Klicks hat, und arbeite genau die durch: Beantwortet sie die Frage, die im Suchbegriff steckt, gleich im ersten Absatz? Stehen die Wörter der Suchenden in den Zwischenüberschriften? Fehlt der offensichtliche nächste Schritt am Ende? Eine überarbeitete Seite mit Historie schlägt drei neue Beiträge. Welche Zahlen Du dafür brauchst, steht in Google Search Console auswerten.
Schritt 7: Miss einmal im Monat, statt täglich zu schauen
Aufwand: 30 Minuten im Monat. Ein fester Termin, drei Zahlen: Klicks, Impressionen, durchschnittliche Position. Tägliches Nachschauen macht nervös und ändert nichts, weil sich Rankings in Wochen bewegen und nicht in Stunden. Stehen diese sieben, geht es mit den nächsten Punkten aus der SEO-Checkliste für Selbstständige weiter, sortiert nach Technik, Struktur und Content.
Wo hakt es bei Deiner Website? 👇
Bevor Du loslegst, lohnt sich der Blick auf den Status quo. In meinem Guide findest Du die 3 Stellschrauben, die Deine Website zur Anfrage-Maschine machen, plus einen ehrlichen Selbst-Check. In 15 Minuten weißt Du, was bei Dir als Nächstes dran ist.
Ja, ich will den Guide für 0€ 🚀Suchmaschinenoptimierung selbst machen: was Du schaffst und was nicht
Die sieben Schritte oben schaffst Du ohne Vorkenntnisse. Dazu kommt alles, was mit Deinen eigenen Inhalten zu tun hat: Texte schreiben, die klingen wie Du, Fragen Deiner Kundinnen beantworten, Bilder beschriften, alte Beiträge aussortieren. Das kann Dir ohnehin niemand abnehmen, weil niemand sonst weiß, was Deine Kundinnen im Erstgespräch fragen.
Die Grenze liegt woanders. Sie liegt bei der Technik, die über Serverantwort, Ladezeit und Indexierung entscheidet, bei gewachsenen Websites mit hunderten Seiten und immer dann, wenn zwei plausible Maßnahmen vor Dir liegen und Du nicht einschätzen kannst, welche zuerst dran ist. Genau dieses Sortierproblem ist der Punkt, an dem Selbermachen in der Praxis kippt. Was technisch alles mitspielt, steht in Wie komme ich bei Google auf die erste Seite.
Plan realistisch mit drei bis vier Stunden pro Woche. Die ersten Bewegungen siehst Du nach ein paar Wochen, belastbare Ergebnisse dauern deutlich länger. Wie lange genau, habe ich in Wie lange dauert SEO aufgeschrieben.
Geld kostet Dich der Selbermach-Weg fast nichts, weil die Google-Bordmittel reichen. Sobald Du Unterstützung dazunimmst, wird es zur Rechnung zwischen Deiner Zeit und Deinem Budget. Die üblichen Preismodelle und was dahintersteckt, findest Du in Was kostet SEO.
Google-Optimierung selber machen: was außerhalb Deiner Website zählt
Ein Teil Deiner Sichtbarkeit bei Google entsteht gar nicht auf Deiner Website. Wenn Du regional arbeitest, ist Dein Unternehmensprofil bei Google oft der schnellere Hebel als jeder Blogbeitrag, weil Du damit in der Kartenansicht auftauchst. Wie das aussieht, zeige ich am eigenen Beispiel in SEO Hersbruck.
Dazu kommt inzwischen die KI-Suche. Deine Inhalte tauchen in Antworten von ChatGPT und in den KI-Übersichten bei Google auf, wenn sie klar strukturiert sind und eine Frage sauber beantworten. Die gute Nachricht: Die sieben Schritte oben zahlen darauf mit ein, denn ohne SEO kein GEO. Was Du zusätzlich tun kannst, steht in In ChatGPT gefunden werden.
Der Fehler, den fast alle machen: gelöschte Seiten
Was mir bei Selbstständigen immer wieder auffällt: Es werden mit viel Mühe Seiten gebaut, und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, einfach gelöscht. Weg damit. Nur merkt Google das nicht sofort, und jede gelöschte Adresse, die vorher verlinkt war oder rankte, wird zur Sackgasse. Ein 404-Fehler. Ein paar davon sind kein Drama, aber über die Jahre sammelt sich das, und irgendwann führt ein Teil Deiner eigenen Website ins Nichts.
Dabei ist die Adresse einer Seite kein technisches Detail, das nebenbei mitläuft. Sie ist die Postanschrift Deiner Inhalte. Wer eine Seite löscht oder umzieht, sollte wissen, wohin die alte Adresse künftig zeigt. Genau dafür gibt es Weiterleitungen. Ein kurzer Blick, bevor Du auf Löschen klickst: Hatte die Seite Besucher, Links, ein Ranking? Dann leite sie auf die thematisch nächste Seite weiter, statt sie ersatzlos zu kappen. Das ist keine Rocket Science. Es braucht nur ein bisschen Bewusstsein dafür, dass Deine URLs zur Struktur gehören und nicht zum Wegwerfmaterial.
Woran Du merkst, dass es allein nicht weitergeht
Drei Signale, und Du kennst sie vermutlich schon. Erstens: Du hast die sieben Schritte durch und siehst nach drei Monaten in der Search Console keine Bewegung. Zweitens: Du weißt nicht mehr, was als Nächstes dran ist, und schiebst deshalb seit Wochen gar nichts an. Drittens: Du schreibst fleißig Beiträge, aber keiner rankt, weil sie sich gegenseitig auf denselben Begriff schieben.
In allen drei Fällen fehlt Dir keine neue Maßnahme, sondern jemand, der Dir die Reihenfolge sortiert. Ob das eine Beratung, ein Kurs, ein Coaching oder ein Mentoring sein sollte, hängt davon ab, wie viel Du selbst umsetzen willst. Die Unterschiede habe ich hier auseinandergenommen: SEO-Coaching, Kurs oder Mentoring.
Volle Transparenz, weil Du wissen sollst, wo ich stehe: Ich begleite Selbstständige beim Selbermachen, mit meinem Mentoring Gesucht & Gefunden und mit digitalen Produkten. Wenn Du die sieben Schritte lieber mit Landkarte gehst, gibt es dafür mein eBook SEO-Rocket Mind in 3 Wochen für 27 Euro. Und wenn Du erst einmal nur wissen willst, wo Deine Website heute steht, checkst Du das mit dem Sichtbarkeits-Shortcut in unter 60 Minuten.
Egal, wie Du es angehst: Deine Wunschkundinnen suchen schon heute nach Dir. Die einzige falsche Entscheidung ist, das Thema noch ein Jahr vor Dir herzuschieben.
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚
