Wie werde ich in ChatGPT gefunden?

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Damit ChatGPT Dich nennt, muss zweierlei stimmen: Dein Crawler-Zugang und Deine Zitierbarkeit. Erlaube in der robots.txt den OAI-SearchBot, sonst bist Du für die ChatGPT-Suche schlicht gesperrt. Und schreibe Inhalte, aus denen sich eine Antwort direkt entnehmen lässt: klare Frage als Überschrift, direkte Antwort in den ersten Sätzen, belegte Zahlen mit Quelle. Alles andere ist Beiwerk.

Bleibt die Frage, warum das bei Dir vielleicht gerade nicht funktioniert. Dazu muss ich Dir kurz erzählen, wie ich überhaupt auf das Thema gekommen bin.

Vor ein paar Wochen rief mich Anja an. Sie ist Webdesignerin und hatte für einen Website-Workshop recherchiert, mit ChatGPT, wie man das heute so macht. Und dabei, sagte sie, sei ich ihr immer wieder untergekommen. Mein Name. Mein Business.

Ich habe das dann selbst ausprobiert und ChatGPT gefragt, wer in Deutschland SEO für selbstständige Frauen macht. Und da stand ich. Nicht irgendwo unten. An erster Stelle, mit Namen, mit einer Beschreibung, die tatsächlich passt.

ChatGPT-Antwort auf die Frage nach SEO für selbstständige Frauen in Deutschland, Mind & Rocket wird an erster Stelle genannt
Der Screenshot, der diesen Artikel ausgelöst hat. Kein Link, keine Quellenangabe. ChatGPT hat mich gekannt, nicht gesucht.

Ich hab dann kurz auf den Bildschirm gestarrt und nichts gesagt. Meine Katze Josie lag währenddessen auf der Tastatur und war deutlich weniger beeindruckt.

Und dann kam der Gedanke, der diesen Artikel ausgelöst hat: Ich habe nie irgendetwas gemacht, das man „ChatGPT-Optimierung“ nennen könnte. Kein Tool, kein Trick, kein neues Buzzword, das ich mir irgendwo abgeschaut hätte. Ich habe jahrelang Blogartikel geschrieben, die eine Frage stellen und sie dann tatsächlich auch beantworten. Mehr war da nicht, und es hat mich einige Jahre gekostet, das langweilig genug zu finden, um es durchzuhalten.

Genau das ist die gute Nachricht für Dich: In ChatGPT gefunden zu werden ist kein eigenes Fachgebiet, für das Du bei null anfängst.

Wie kommt ChatGPT überhaupt zu seinen Antworten?

ChatGPT hat zwei Wege, Dich zu kennen. Erstens das Trainingswissen: Was das Modell beim Training gesehen hat, steckt in ihm drin, ohne Quellenangabe. Zweitens die Live-Suche: ChatGPT durchsucht das Netz in dem Moment, in dem Du fragst, und verlinkt dann Quellen. Für die Optimierung auf genau diese Systeme gibt es inzwischen einen eigenen Begriff, den ich Dir hier erkläre: Was ist GEO?

Das ist ein wichtiger Unterschied, und er erklärt meinen Screenshot. In der Antwort, in der ich genannt wurde, standen keine Links. ChatGPT hat also nicht nachgeschaut. Es wusste das einfach. Ich war im Trainingswissen angekommen.

Beides willst Du. Aber nur eins davon kannst Du technisch beeinflussen.

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Der eine Schalter, den fast niemand kennt

Alrighty, jetzt wird es kurz technisch, aber es tut nicht weh. OpenAI schickt nämlich drei Crawler durchs Netz, nicht einen. Und die machen ganz verschiedene Dinge:

  • OAI-SearchBot sorgt dafür, dass Du in der ChatGPT-Suche auftauchen kannst.
  • GPTBot sammelt Inhalte, die ins Training der Modelle fließen können.
  • ChatGPT-User ruft eine Seite live ab, wenn jemand im Chat konkret danach fragt.

Diese drei sind unabhängig voneinander einstellbar. OpenAI schreibt das selbst so in der eigenen Crawler-Dokumentation: Man kann den OAI-SearchBot erlauben, um in den Suchergebnissen zu erscheinen, und gleichzeitig den GPTBot ausschließen, um zu signalisieren, dass die Inhalte nicht fürs Training verwendet werden sollen.

Und hier passiert der Fehler, den ich immer wieder sehe. Irgendwann in den letzten zwei Jahren hat jemand entschieden, „KI-Bots“ zu blocken. Ein Plugin hat es angeboten, der Hoster hat es empfohlen, oder es klang einfach nach der richtigen Entscheidung. Blockiert wurden dann alle drei auf einmal.

Das Ergebnis: Deine Inhalte sind nicht im Training (das war vielleicht gewollt) und Du bist aus der ChatGPT-Suche verschwunden (das war es garantiert nicht). Du hast die Tür zugemacht und die Klingel gleich mit abmontiert.

In der Hilfe zur ChatGPT-Suche steht es unmissverständlich: Eine Top-Platzierung kann niemand garantieren, aber um überhaupt aufgenommen zu werden, muss der OAI-SearchBot Deine Seite crawlen dürfen.

Dein Check: Ruf deine-domain.de/robots.txt im Browser auf. Such nach OAI-SearchBot. Steht dort Disallow: /, bist Du gesperrt. Steht der Bot gar nicht drin, ist alles gut, denn was nicht verboten ist, ist erlaubt. Dauert zwei Minuten und ist der einzige Punkt in diesem ganzen Artikel, der Dich von „unsichtbar“ auf „überhaupt möglich“ hebt.

Bei mir selbst war übrigens nichts blockiert, ich habe extra nachgesehen, bevor ich Dir hier Vorträge halte. Aber ich habe genug Websites gesehen, bei denen genau dort das Problem lag, und in keinem einzigen Fall wusste die Inhaberin davon. Das ist das Fiese an dieser Sache: Sie tut nicht weh. Der Posteingang bleibt einfach leer, und niemand kommt auf die Idee, dass eine Textdatei daran schuld sein könnte.

⚠️ Der typische Fehlgriff: Jetzt eine llms.txt anzulegen, weil irgendein LinkedIn-Post das empfohlen hat. Diese Datei wird von keinem der großen Anbieter offiziell ausgewertet. Kaputt macht sie nichts, aber ein Ersatz für den Blick in die robots.txt isses halt auch nicht. Und generell gilt: Bevor Du eine neue Datei anlegst, schau erst nach, ob die alte Dich gerade aussperrt.

Warum Dein alter SEO-Kram plötzlich Gold wert ist

Und hier muss ich Dich jetzt möglicherweise enttäuschen. Oder erleichtern, das hängt davon ab, wie viel Geld Du schon für Tools ausgegeben hast, die Dir KI-Sichtbarkeit versprochen haben.

Es gibt keine geheime ChatGPT-Technik. Was ChatGPT zitierbar findet, ist ziemlich genau das, was auch eine gute Suchmaschinen-Antwort ausmacht: eine Seite, die eine echte Frage stellt und sie sofort beantwortet.

Das Modell muss Deine Antwort entnehmen können. Es liest keinen Text, es sucht eine Passage, die für sich allein stehen kann. Wenn Deine Überschrift lautet „Ein paar Gedanken zum Thema Sichtbarkeit“ und der erste Absatz mit „Kennst Du das auch?“ anfängt, findet ChatGPT dort nichts, was es zitieren könnte, und zieht kommentarlos zur nächsten Website weiter. Deine Geschichte war vielleicht wunderschön. Gelesen hat sie trotzdem niemand.

Deshalb steht in meinen Artikeln die Antwort immer oben. Schöner ist das nicht, mich juckt es jedes Mal in den Fingern, erst eine Geschichte zu erzählen. Es liegt daran, dass die ersten vierzig bis sechzig Wörter die Passage sind, die in eine KI-Antwort wandern kann.

Was tatsächlich zu helfen scheint

Ich schreibe bewusst „scheint“. Wir sind hier in einem Feld, in dem viel behauptet und wenig belegt wird. Was sich über verschiedene Untersuchungen hinweg wiederholt:

Antworten, die vorne stehen. Und zwar unter jeder einzelnen Überschrift, nicht nur ganz oben auf der Seite. Jede H2 stellt eine Frage, direkt darunter kommt die Antwort in zwei, drei Sätzen. Danach gerne ausführlich.

Belegte Zahlen mit Namen und Jahr. „Studien zeigen“ ist wertlos. „Die SISTRIX-Analyse vom Februar 2026″ ist ein Anker. Das gilt für Google genauso, es ist nur bei KI-Antworten noch offensichtlicher.

Erwähnungen, die nicht von Dir kommen. Ein Podcast-Interview, ein Gastartikel, ein Beitrag in einer Fachgruppe, ein Kommentar unter dem richtigen Post. Was nur auf Deiner eigenen Website steht, ist eine Behauptung. Was an mehreren Stellen im Netz auftaucht, wird zu einem Fakt über Dich.

Der letzte Punkt ist übrigens der unbequemste, und ich vermute, er ist der Grund, warum ich überhaupt genannt werde. Nicht wegen meiner Website. Mein Name ist über Jahre an genug Stellen aufgetaucht, dass er irgendwann mit einem Thema verknüpft wurde.

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Wenn ChatGPT Dich gar nicht kennt: drei Ursachen zum Abarbeiten

Wenn ChatGPT Deinen Namen oder Dein Angebot überhaupt nicht nennt, liegt das in den meisten Fällen an einer von drei Ursachen: Der OAI-SearchBot darf Deine Seite nicht abrufen, Deine Website ist zu neu und kaum verlinkt, oder es gibt außerhalb Deiner eigenen Seite keine Quelle, die Dich mit Deinem Thema verbindet. Diese drei kannst Du der Reihe nach prüfen.

Ursache eins ist die technische Sperre. Sie ist die häufigste und gleichzeitig die, die Du am schnellsten aus dem Weg räumst. Viele Websites blockieren den OAI-SearchBot, ohne dass jemand das bewusst entschieden hätte. Oft steckt eine Voreinstellung des Hostings oder eines Sicherheits-Plugins dahinter. Wie Du das prüfst, steht weiter oben in diesem Artikel im Abschnitt zu den drei Crawlern.

Ursache zwei ist schlicht Zeit. Eine Website, die seit sechs Wochen online ist und auf die noch niemand verlinkt, taucht in der Websuche kaum auf. ChatGPT greift für aktuelle Antworten auf Suchergebnisse zu, und was dort fehlt, kann auch in der Antwort nicht auftauchen. Hier hilft die gleiche Arbeit wie bei Google, und sie braucht genauso lange. Wie viel Geduld realistisch ist, habe ich in wie lange SEO dauert mit Zahlen aufgeschrieben.

Ursache drei fällt am häufigsten unter den Tisch. Wenn Dein Name und Dein Thema ausschließlich auf Deiner eigenen Website zusammen vorkommen, fehlt jede Bestätigung von außen. Ein Gastartikel, ein Podcast-Interview, ein Eintrag in einem Branchenverzeichnis, eine Erwähnung im Blog einer Kollegin: Das sind die Belege, auf die sich eine KI-Antwort stützen kann. Eine einzelne Erwähnung reicht dafür nicht, ein halbes Dutzend über zwei Jahre verteilt verändert schon einiges.

Wie ChatGPT dazu kommt, Dich zu empfehlen

Gefunden werden und empfohlen werden sind zwei verschiedene Vorgänge. Gefunden werden heißt: ChatGPT ruft Deine Seite als Quelle ab und verlinkt sie unter der Antwort. Empfohlen werden heißt: Das Modell nennt Deinen Namen von sich aus, wenn jemand nach einer Lösung fragt. Für den zweiten Fall braucht es Material außerhalb Deiner eigenen Website.

Was dabei erfahrungsgemäß hilft: eine Selbstbeschreibung, die überall gleich lautet. Wenn Du auf Deiner Website „Ernährungsberaterin für berufstätige Mütter“ bist, auf LinkedIn „Health Coach“ und im Verzeichnis „Diätassistentin“, dann steht dreimal etwas anderes über dieselbe Person. Eine Formulierung, die Leistung, Zielgruppe und Ort enthält, und die Du dann konsequent überall verwendest, macht es einer KI deutlich leichter, Dich einem Bedarf zuzuordnen.

Dazu kommen Belege: Bewertungen, in denen Deine Leistung benannt wird, Seiten Dritter, die Dich mit Deinem Thema nennen, und eigene Inhalte, die eine Frage vollständig beantworten, ohne dass man den Rest der Seite gelesen haben muss. Genau diesen Punkt beschreibt Generative Engine Optimization als Disziplin.

Ortsbezogene Anfragen: „Yogalehrerin in Köln“ und ähnliche Fälle

Bei ortsbezogenen Anfragen wie „Yogalehrerin in Köln“ oder „Handwerker in meiner Nähe“ stützt sich ChatGPT stark auf die Websuche und auf Verzeichnisse. Grundlage sind hier Dein Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse und Seiten, auf denen Leistung und Ort im Fließtext zusammen vorkommen. Ein Ort allein im Impressum reicht dafür nicht.

Praktisch heißt das: Wenn Du in Nürnberg vegane Kochkurse gibst, sollte genau dieser Satz irgendwo als Fließtext auf Deiner Seite stehen, nicht nur als Überschrift oder als Bildunterschrift. Bei lokalen Anfragen fällt außerdem stärker ins Gewicht, wie viele unabhängige Quellen die Kombination aus Ort und Leistung bestätigen. Ein gepflegtes Unternehmensprofil mit echten Bewertungen ist dafür in vielen Branchen der schnellste Hebel.

Kannst Du messen, ob es funktioniert?

Ehrlich: nur eingeschränkt. Und wer Dir etwas anderes verspricht, verkauft Dir gerade ein Tool.

Was Du tun kannst:

Frag ChatGPT selbst. So bin ich drauf gekommen. Formulier den Prompt so, wie eine Wunschkundin fragen würde, die Dich noch nicht kennt. Also „Wer bietet in Deutschland SEO für selbstständige Frauen an?“ statt „Was macht Mind & Rocket?“ Der Unterschied ist entscheidend, denn im ersten Fall kennt ChatGPT die Antwort schon durch Deine Frage.

Wiederhol es mit Abstand. Eine einzelne Antwort ist eine Momentaufnahme, kein Ranking. Ich habe denselben Prompt an verschiedenen Tagen gestellt und leicht unterschiedliche Antworten bekommen. Das ist normal und macht die ganze Sache anstrengend.

Schau in Deine Analytics. Referral-Traffic von chatgpt.com taucht dort auf. Bei den meisten Selbstständigen sind das aktuell Handvoll-Zahlen. Das ist kein Grund zur Panik, das ist einfach der Stand der Dinge.

Dein Check: Schreib Dir drei Prompts auf, mit denen eine Fremde nach Deiner Leistung suchen würde. Stell sie ChatGPT. Notier Dir, wer stattdessen genannt wird. Das sind Deine echten Wettbewerberinnen in dieser Welt, und die Liste überrascht oft.

Falls Dir beim Formulieren nichts einfällt: Das ist normal, und es ist der Grund, warum ich die Prompts in den Sichtbarkeits-Shortcut gepackt habe. Du kannst sie Dir aber genauso gut selbst ausdenken, das kostet Dich nur eine halbe Stunde mehr.

Wie lange dauert das?

Hier muss ich Dich und Deine Motivation leider bremsen, und zwar deutlicher als bei klassischem SEO.

Ins Trainingswissen eines Modells kommst Du nämlich nicht in drei Monaten. Modelle werden in großen Abständen neu trainiert, und was heute veröffentlicht wird, ist frühestens in der übernächsten Generation drin. Ich habe für meine Erwähnung nichts getan, außer jahrelang zu schreiben. Das ist keine Strategie, die man in einen Redaktionsplan schreiben kann.

In die Live-Suche von ChatGPT kommst Du schneller, weil die aktuell arbeitet. Wenn Dein OAI-SearchBot-Zugang stimmt und Deine Inhalte entnehmbar sind, kann das in Wochen passieren.

Meine ehrliche Einschätzung: Behandle die Live-Suche als das, woran Du arbeiten kannst, und das Trainingswissen als das, was sich als Nebenwirkung von guter Arbeit einstellt. Nicht umgekehrt.

Für wen sich das gerade nicht lohnt

Wenn Deine Website heute keine Anfragen über Google bringt, dann ist ChatGPT gerade eine Ablenkung für Dich. Eine sehr verlockende noch dazu, weil sie neu ist und sich nach Zukunft anfühlt, während das Aufräumen der eigenen Seitenstruktur sich nach Steuererklärung anfühlt.

Eine Seite, die bei Google niemand findet, wird nicht dadurch besser, dass Du sie zusätzlich für ChatGPT optimierst. Die Grundlagen sind in beiden Fällen dieselben, und wenn sie fehlen, fehlen sie eben zweimal. Du hast dann zwei Systeme, die Dich ignorieren, statt einem. Wenn Du an dieser Stelle stehst, fang hier an: Bei Google gefunden werden.

Konkret: Lass ChatGPT links liegen, wenn

  • Deine Website weniger als eine Handvoll Google-Klicks im Monat bekommt
  • Du außer Leistungsseiten keine Inhalte hast, die eine Frage beantworten
  • Du in den nächsten Monaten ohnehin einen Relaunch planst
  • Du gerade dringend Kundinnen brauchst, denn dafür ist das der langsamste denkbare Weg

Das hier ist der zweite Schritt, und den ersten hast Du vielleicht schon halb gemacht, ohne es zu merken. Falls Du in den letzten Monaten Artikel geschrieben hast, die eine Frage stellen und beantworten, dann arbeitest Du längst daran. Es hat nur niemand ein Buzzword draufgeklebt.

Was ich Dir nicht sagen kann

Zum Schluss noch etwas, das in keinem anderen Artikel zu diesem Thema steht.

Ich habe für diesen Beitrag mehrere Studien zu ChatGPT-Zitationen gelesen. Sie widersprechen sich fundamental. Eine sagt, Reddit mache rund vierzig Prozent aller Zitate aus. Eine andere, die zweihundert Millionen Prompts ausgewertet hat, sagt, keine einzelne Domain komme über fünf Prozent. Beide können nicht stimmen.

Fast alle diese Studien stammen von Firmen, die Tools für KI-Sichtbarkeit verkaufen. Das macht sie nicht automatisch falsch, aber es macht sie zu einem schlechten Fundament für Deine Entscheidungen.

Deshalb steht in diesem Artikel keine einzige Prozentzahl zu Zitationsquellen. Was drinsteht, ist entweder offiziell von OpenAI dokumentiert oder ich habe es selbst beobachtet. Das ist weniger, als andere Dir versprechen. Es ist aber alles, was ich mit ruhigem Gewissen behaupten kann.

Das ist unbefriedigend, ich weiß. Ich hätte Dir hier auch gern eine schöne Prozentzahl hingeschrieben, an der Du Dich festhalten kannst. Aber ich schreibe Dir lieber weniger, als Dir irgendwer sonst verspricht, und muss dafür in einem halben Jahr nichts zurücknehmen.

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Der ehrliche Rat zum Schluss

Mach den robots.txt-Check. Der ist schnell, kostet nichts und kann Dich von „technisch gesperrt“ auf „grundsätzlich möglich“ bringen.

Und dann schreib den nächsten Artikel so, dass die Antwort oben steht. Nicht für ChatGPT. Für die Frau, die die Frage hat und nicht scrollen will.

Die KI-Sichtbarkeit ist dann die Nebenwirkung, und zwar eine, die Du nicht steuern musst. Sie stellt sich ein, wenn Du Deine Arbeit ordentlich machst. Das ist ausnahmsweise mal eine richtig gute Nachricht in einem Feld, in dem gerade sehr viel Angst verkauft wird.

Häufige Fragen dazu, in ChatGPT gefunden zu werden

Muss ich meine Inhalte fürs KI-Training freigeben, um in ChatGPT zu erscheinen?

Nein, und das ist die häufigste Verwechslung bei diesem Thema. Für das Erscheinen in ChatGPT-Antworten ist der OAI-SearchBot zuständig, der Inhalte für die Suchfunktion abruft. Das Training der Modelle läuft über den GPTBot, einen anderen Crawler. Du kannst also in ChatGPT auftauchen und trotzdem verhindern, dass Deine Texte ins Training wandern. Beides ist unabhängig voneinander einstellbar.

Schadet es mir, wenn ich den GPTBot aussperre?

Für die Sichtbarkeit in ChatGPT-Antworten nach heutigem Stand nicht, solange der OAI-SearchBot durchdarf. Wenn Du also ein ungutes Gefühl dabei hast, dass Deine Texte ein Modell mittrainieren, kannst Du den GPTBot ruhigen Gewissens ausschließen. Was Du nicht tun solltest: pauschal alle KI-Crawler blockieren und Dich dann wundern, warum Du nirgends vorkommst.

Wie prüfe ich, ob ChatGPT meine Seite überhaupt lesen darf?

Ruf deineseite.de/robots.txt im Browser auf, mit Deiner echten Adresse. Da steht eine schlichte Textdatei, die Crawlern sagt, was sie dürfen. Such nach Zeilen mit OAI-SearchBot oder GPTBot. Steht dort Disallow: /, ist der jeweilige Crawler ausgesperrt. Steht gar nichts zu diesen Bots drin, ist alles erlaubt, und das ist der Normalfall. Manche Sicherheits-Plugins tragen solche Sperren allerdings automatisch ein, ohne dass jemand danach gefragt hat.

Warum nennt ChatGPT meine Konkurrenz und nicht mich?

Meistens liegt es an allem drumherum, weniger an Deiner Website selbst. KI-Systeme greifen bevorzugt auf Quellen zurück, die häufig erwähnt und verlinkt werden: Branchenverzeichnisse, Fachbeiträge, Interviews, Podcasts. Wer dort auftaucht, ist für ein Modell greifbarer. Das ist die unbequeme Seite daran. Der Hebel liegt oft außerhalb Deiner eigenen Seite, nicht in Deinem Backend.

Reicht es, wenn ich das einmal einstelle?

Der technische Teil ja, den machst Du einmal und dann steht er. Alles andere nicht. Ob ein KI-System Dich als Quelle heranzieht, hängt daran, ob Deine Inhalte aktuell, klar beantwortet und belegt sind. Das ist dieselbe Arbeit wie bei Google, nur mit einem zusätzlichen Adressaten. Wer seine Website ein Jahr liegen lässt, verschwindet aus beiden.

Wie komme ich bei ChatGPT auf Platz 1?

In ChatGPT gibt es keine Rangliste, auf die Du Dich hocharbeiten könntest. Das Modell erzeugt zu jeder Anfrage eine Antwort neu und wählt dabei aus, welche Quellen es heranzieht. Zwei Menschen können dieselbe Frage stellen und unterschiedliche Namen genannt bekommen. Das Ziel heißt deshalb: überhaupt zu den zitierten Quellen gehören. Eine Platzierung im Sinne von Google gibt es hier nicht.

Reicht es, wenn meine Website bei Google gut rankt?

Gute Google-Rankings sind eine solide Ausgangslage, weil ChatGPT für aktuelle Antworten auf Websuche zurückgreift. Eine Garantie sind sie nicht. Für eine KI-Antwort zählt zusätzlich, ob eine einzelne Passage Deiner Seite die gestellte Frage vollständig beantwortet. Seiten, die auf Position drei stehen, aber ihre Antwort über fünf Absätze verteilen, werden seltener zitiert als kürzere, klar beantwortende Abschnitte.

Wie werde ich in ChatGPT sichtbar, wenn meine Website ganz neu ist?

Bei einer neuen Website sind die ersten Schritte dieselben wie bei Google: den OAI-SearchBot zulassen, die Seite in der Google Search Console anmelden und für jede Kernleistung eine eigene Unterseite mit ausformuliertem Text anlegen. Parallel dazu lohnt sich früh der Aufbau von Erwähnungen außerhalb der eigenen Domain. Mit sichtbaren Ergebnissen ist erfahrungsgemäß nach mehreren Monaten zu rechnen, nicht nach Wochen.

Was mache ich, wenn ChatGPT etwas Falsches über mich sagt?

Falsche Angaben stammen meistens aus veralteten oder widersprüchlichen Quellen im Netz. Der wirksamste Weg führt über die Quellen selbst: alte Profile aktualisieren oder löschen, Verzeichniseinträge korrigieren und auf der eigenen Website eine eindeutige, aktuelle Beschreibung platzieren. Eine direkte Korrekturmöglichkeit im Modell gibt es für Websitebetreiberinnen nicht. Bis sich eine Änderung in den Antworten zeigt, vergehen in der Regel Wochen.

Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚

Signatur Mind & Rocket mit Foto Daniela Kaiser

Dani Kaiser

Gründerin von Mind & Rocket, SEO Expertin, Literaturbloggerin, Digital Native und Creative Mind aus dem Nürnberger Land.

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