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SEO-Fehler: 5 Fehler, die ich selbst gemacht habe, und was Du daraus mitnimmst

SEO-Fehler als Bild: zerknitterter Entwurf neben leerem Notizbuch, grünem Radiergummi und Matcha

Diese fünf SEO-Fehler habe ich selbst gemacht: ohne Messung starten, am Design feilen, Keywords in den Text quetschen, Fachbegriffe verwenden, die keine Kundin googelt, und mehrere Seiten zum selben Thema anlegen. Jeder davon kostet Sichtbarkeit bei Google. Und jeder lässt sich mit kostenlosen Mitteln finden und beheben.

Ich bin Dani Kaiser, Gründerin und Inhaberin von Mind & Rocket. Als SEO- und GEO-Mentorin arbeite ich mit Selbstständigen an ihrer Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen. Mit SEO, also Suchmaschinenoptimierung, habe ich 2016 angefangen, und vor meinem Wissen kamen die Fehler. Hier sind sie, damit Du sie Dir sparen kannst.

Die 5 SEO-Fehler, die ich selbst gemacht habe

Die fünf Fehler haben eine gemeinsame Ursache: Ich habe gearbeitet, ohne zu wissen, wo mein Einsatz Wirkung hat. Jeder Abschnitt zeigt Dir, was passiert ist und was Du stattdessen tust.

1. Ohne Messung starten

Bei meinen SEO-Anfängen 2016 habe ich Texte ohne Strategie online gestellt und auf gut Glück gewartet. Gemessen habe ich nichts. Ob ein Text etwas gebracht hat, konnte ich deshalb nie sagen.

Bei jedem neuen 1:1-Projekt verknüpfe ich deshalb als Erstes die Google Search Console. Das ist das kostenlose Werkzeug, mit dem Google Dir zeigt, bei welchen Suchbegriffen Deine Seiten erscheinen und wie oft sie angeklickt werden. Ein Tool für 100 € im Monat brauchst Du dafür nicht.

✅ So machst Du es: Ruf search.google.com/search-console auf, melde Dich mit Deinem Google-Konto an und füge Deine Website als Property hinzu. Was Du danach in den Zahlen siehst, erkläre ich im Beitrag Google Search Console auswerten.

2. Am Design feilen, während das Thema unklar bleibt

Meine erste eigene Website hat erstmal nur Geld gekostet. Monatelang kamen keine Anfragen, und ich habe am Design gefeilt, an Farben und Schriften. Worum es auf der Seite geht und für wen, blieb dabei unklar.

Google liest Texte. Eine Seite, auf der nicht klar steht, für wen Du was anbietest, wird keiner passenden Suche zugeordnet, egal wie schön sie aussieht. Kümmere Dich zuerst um das Thema und danach um die Farben.

✅ So machst Du es: Lies nur den ersten Absatz Deiner Startseite. Steht dort, was Du anbietest, für wen und wo? Wenn nicht, fängst Du dort an, bevor Du am Layout schraubst.

3. Keywords in den Text quetschen

Ein Keyword ist der Suchbegriff, mit dem Menschen bei Google nach Deinem Thema suchen. An meinem Buchblog Brösels Bücherregal habe ich jahrelang geschraubt und Keywords irgendwo reingequetscht. Ich habe sogar die Keyword-Dichte gezählt, bis der Yoast-Smiley grün war.

Belohnt wird das nicht. Laut den 2024 bekannt gewordenen internen Google-Dokumenten gibt es einen Wert für Keyword-Stuffing, also für übertriebenes Wiederholen, aber keinen Bonus für Wiederholung (Quelle: Auswertung von iPullRank). Wie Du natürlich klingende Texte schreibst, steht in meiner Anleitung SEO-Texte schreiben.

✅ So machst Du es: Lies einen Deiner Texte laut vor. Jeder Satz, bei dem Du stolperst, weil das Keyword drinsteht, wird umformuliert.

4. Fachbegriffe verwenden, die keine Kundin googelt

Ich saß wie ne Eule auf Koffein vor dem Keyword-Tool und habe an „ganzheitliche Beratung“ gefeilt. Meine Kundinnen haben aber „Hilfe bei“ und ihr konkretes Problem gegoogelt. Der Begriff klang professionell, gesucht hat ihn kaum jemand.

Die richtigen Suchbegriffe findest Du in den Worten Deiner Kundinnen, zum Beispiel in Deinen letzten zehn Anfragen. Wie ich danach recherchiere, zeige ich Dir im Beitrag Keywords finden.

5. Mehrere Seiten zum selben Thema anlegen

Auf meiner eigenen Website wollten vier Artikel dasselbe: bei Google gefunden werden, erste Seite, Google Seite 1 und Google Sichtbarkeit. Alle vier standen auf Position 24 bis über 30. Dieses Gegeneinander eigener Seiten heißt Kannibalisierung.

Google weiß in so einem Fall nicht, welche Seite die richtige Antwort ist, und zeigt im Zweifel keine davon weit oben. Die Lösung: eine Hauptseite pro Frage, die anderen werden zusammengeführt oder verlinken auf sie. Den Fall beschreibe ich ausführlich im Beitrag bei Google gefunden werden.

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So prüfst Du Deine Website auf diese Fehler

Mit fünf kurzen Prüfungen findest Du heraus, welcher der Fehler auf Deiner Website steckt. Du brauchst dafür nur Google, die Search Console und Deine eigenen Texte.

  1. Messung: Ist Deine Website in der Search Console angelegt, und schaust Du einmal im Monat hinein?
  2. Thema: Sagt der erste Absatz Deiner Startseite, was Du für wen anbietest?
  3. Lesbarkeit: Klingt Dein wichtigster Text beim Vorlesen wie ein Gespräch mit einer Kundin?
  4. Sprache: Kommen die Worte aus Deinen letzten Anfragen auf Deiner Website vor?
  5. Doppelungen: Zeigt Google bei „site:deinedomain.de“ plus Hauptthema mehrere Deiner Seiten zur selben Frage?

Ein Beispiel: Eine Heilpraktikerin findet bei der fünften Prüfung drei Beiträge zum Thema Heuschnupfen. Sie macht den stärksten davon zur Hauptseite, übernimmt die guten Teile der anderen und verlinkt von dort auf die Hauptseite.

✅ Dein nächster Schritt: Geh die fünf Fragen der Reihe nach durch und hör beim ersten Nein auf. Diesen einen Punkt behebst Du zuerst, dann kommt der nächste.

Häufige Fragen zu SEO-Fehlern

Welcher SEO-Fehler bremst Selbstständige am meisten?

Aus meiner Erfahrung ist es das Arbeiten ohne Messung. Wer nicht weiß, welche Seiten schon gefunden werden, schraubt an den falschen Stellen. Die kostenlose Google Search Console zeigt Dir, wo Du ansetzen solltest.

Bestraft Google meine Website für SEO-Fehler?

Die meisten SEO-Fehler kosten Dich einfach Rankings, ohne dass Google aktiv bestraft. Anders ist es bei Verstößen gegen die Spamrichtlinien von Google, zum Beispiel bei übertriebenem Keyword-Stuffing. Solche Verstöße können dazu führen, dass Seiten schlechter oder gar nicht mehr angezeigt werden.

Kann ich SEO-Fehler nachträglich beheben?

Ja, alle fünf Fehler aus diesem Beitrag lassen sich beheben. Texte kannst Du umschreiben, doppelte Seiten zusammenführen und die Search Console jederzeit nachträglich anlegen. Wichtig ist, nach jeder Änderung zu messen, ob sie gewirkt hat.

Wie lange dauert es, bis sich eine Korrektur zeigt?

Nach meiner Einschätzung siehst Du erste Bewegungen meist nach zwei bis drei Monaten. Wie lange es bis zu spürbaren Anfragen dauert, hängt von Deiner Ausgangslage ab. Die ehrliche Antwort mit allen Zeiträumen steht im Beitrag wie lange SEO dauert.

Fehler gehören dazu, bei mir genauso wie bei Dir. SEO folgt einem System, und das lernst Du am schnellsten an Deiner eigenen Website. Such Dir einen der fünf Punkte aus und fang dort an.

Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚

Signatur Mind & Rocket mit Foto Daniela Kaiser

Dani Kaiser

SEO & GEO Mentorin und Google-Nerd. Gründerin von Mind & Rocket aus dem Nürnberger Land.

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