
Kostenlose SEO-Tools reichen für die Website von Selbstständigen aus, allen voran die Google Search Console. Dazu kommen ein SEO-Plugin wie Yoast SEO, die Google-Suche für Keyword-Ideen, ein kostenloser SEO-Check wie der von Seobility, PageSpeed Insights für die Ladezeit und eine Vorschau für Dein Suchergebnis.
Ich bin Dani Kaiser, Gründerin und Inhaberin von Mind & Rocket. Als SEO- und GEO-Mentorin sage ich meinen Mentees: SEO hat nichts mit Bauchgefühl, Schätzen oder „Ich rate mal“ zu tun. Messen musst Du aber, und dafür brauchst Du kein Tool für 100 € im Monat.
Die meisten Listen mit „den 20 besten SEO-Tools“ sind für Agenturen geschrieben, die Dutzende Websites betreuen. Für Deine eine Website ist das ungefähr so, als würdest Du Dir für Deinen Balkon einen Aufsitzrasenmäher kaufen.
Inhaltsverzeichnis & Startrampen für Dich
ToggleKostenlose SEO-Tools: die 6, die Du wirklich brauchst
Diese sechs kostenlosen SEO-Tools decken alles ab, was Du für Deine eigene Website prüfen musst: ob Google sie kennt, wonach Deine Kundinnen suchen, wie Deine Seiten aufgebaut sind und wie schnell sie laden. Fang mit dem ersten an, die anderen kommen nach und nach dazu.
1. Google Search Console
Die Google Search Console ist das wichtigste kostenlose SEO-Tool, weil sie die Daten direkt von Google zeigt: wie oft Deine Seiten in der Suche erscheinen, wie oft sie angeklickt werden und bei welchen Suchanfragen. Bei jeder neuen Kundin schaue ich dort als Erstes hinein. Wie Du sie einrichtest, steht in der Anleitung Website bei Google anmelden, wie Du die Zahlen liest, im Beitrag Google Search Console auswerten.
2. Ein SEO-Plugin für WordPress
Ein SEO-Plugin wie Yoast SEO in der kostenlosen Version erledigt in WordPress drei Dinge für Dich: Du legst für jede Seite einen eigenen Titel und eine Beschreibung für das Suchergebnis fest, das Plugin erstellt Deine Sitemap und es gibt Dir Hinweise zur Lesbarkeit. Bei Baukästen wie Wix oder Jimdo sind diese Funktionen meist schon eingebaut.
⚠️ Obacht: Die grüne Ampel im Plugin ist kein Ranking. Sie prüft nur, ob Dein Keyword an bestimmten Stellen vorkommt. Ob Dein Text die Frage Deiner Leserin gut beantwortet, kann sie nicht sehen.
3. Google-Suche und Keyword-Planer für Keyword-Ideen
Die besten kostenlosen Keyword-Ideen liefert Dir Google selbst: die Vorschläge, die beim Tippen im Suchfeld erscheinen, und die Fragen im Kasten „Weitere Fragen“. Wenn Du grobe Suchvolumen brauchst, hilft der Google Keyword-Planer, für den Du ein Google-Ads-Konto brauchst, aber keine Anzeigen schalten musst. Wie Du daraus die richtigen Keywords auswählst, zeige ich Dir im Beitrag Keywords finden für Selbstständige.
4. Ein kostenloser SEO-Check für einzelne Seiten
Ein SEO-Check durchleuchtet eine einzelne Seite und listet technische Fehler und Probleme mit Überschriften, Titeln oder Links auf. Beim SEO-Check von Seobility gehen laut Anbieter drei Prüfungen pro Tag kostenlos und ohne Anmeldung.
💡 Mein Tipp: Prüf damit zuerst Deine Startseite und Deine wichtigste Angebotsseite. Lass Dich von einer langen Liste mit roten Punkten nicht verrückt machen, viele davon sind Kleinkram. Kümmer Dich zuerst um fehlende Titel, doppelte Überschriften und kaputte Links.
5. PageSpeed Insights für die Ladezeit
PageSpeed Insights ist Googles kostenloses Tool für die Ladezeit Deiner Website und zeigt Dir, was Deine Seiten auf dem Smartphone bremst. Meist sind es zu große Bilder, die Du mit wenig Aufwand verkleinern kannst. Was Technik und Ladezeit für Dein Ranking bedeuten, steht im Beitrag wie Du auf die erste Seite bei Google kommst.
6. Eine Vorschau für Dein Suchergebnis
Mit dem kostenlosen SERP-Snippet-Generator von Sistrix siehst Du, wie Titel und Beschreibung Deiner Seite im Google-Suchergebnis aussehen, bevor Du sie veröffentlichst. So merkst Du sofort, ob Dein Titel abgeschnitten wird oder ob die Beschreibung neugierig macht. Das ist der Text, über den eine Leserin entscheidet, ob sie überhaupt bei Dir klickt.
Dein nächster Schritt: Richte die Search Console ein, falls sie noch nicht läuft, und mach danach einen Seobility-Check für Deine Startseite.
Die Tools zeigen Dir Zahlen. Und was machst Du daraus? 👇
Ein Tool sagt Dir, wo es hakt, aber nicht, was Deine Website zur Anfrage-Maschine macht. Im 0€-Guide gehst Du die drei Stellschrauben durch, auf die es dabei ankommt, mit Mini-Übungen und Selbst-Check.
Hol Dir den 0€-Guide 🚀Wann sich ein kostenpflichtiges SEO-Tool lohnt
Ein kostenpflichtiges SEO-Tool lohnt sich vor allem, wenn Du viele Websites betreust oder genau wissen willst, wofür Deine Mitbewerberinnen ranken. Diese Daten zeigt Dir die Search Console nicht, weil sie nur Deine eigene Website kennt.
Für eine Coachin mit 20 Blogartikeln und einer Angebotsseite ist das selten nötig. Sie sieht in der Search Console, welche Artikel gefunden werden, welche Suchanfragen sie bringen und wo sie knapp unter Seite 1 steht. Das reicht, um jeden Monat zu entscheiden, welche Seite als Nächstes dran ist.
✅ Dein Check: Bevor Du ein Abo abschließt, schreib auf, welche Frage Dir das Tool beantworten soll, die die Search Console nicht beantwortet. Fällt Dir keine ein, kannst Du Dir das Geld sparen und es lieber in Zeit fürs Schreiben stecken.
Häufige Fragen zu kostenlosen SEO-Tools
Gibt es ein kostenloses SEO-Check-Tool?
Kostenlose SEO-Check-Tools gibt es mehrere, zum Beispiel den SEO-Check von Seobility mit drei Prüfungen pro Tag. Er zeigt Dir technische Fehler und Probleme mit Titeln, Überschriften und Links für eine einzelne Seite.
Gibt es ein kostenloses Tool, um mein Google-Ranking zu prüfen?
Dein Google-Ranking prüfst Du kostenlos in der Google Search Console. Unter Leistung siehst Du für jede Suchanfrage die durchschnittliche Position Deiner Seite. Das ist genauer als eine eigene Google-Suche, weil Deine Suchergebnisse durch Deinen Verlauf beeinflusst sein können.
Ist SEO kostenlos?
Die wichtigsten SEO-Tools sind kostenlos, Deine Zeit kostet SEO aber trotzdem. Wer die Arbeit abgibt oder sich begleiten lässt, zahlt dafür. Welche Kostenmodelle es gibt, liest Du im Beitrag was SEO kostet.
Reicht Yoast SEO in der kostenlosen Version?
Für die meisten Websites von Selbstständigen reicht die kostenlose Version von Yoast SEO. Titel, Beschreibung, Sitemap und die wichtigsten Einstellungen sind darin enthalten. Die Bezahlversion bringt Komfortfunktionen, die für eine kleine Website selten nötig sind.
Brauche ich zusätzlich Google Analytics?
Für den Start brauchst Du Google Analytics nicht, die Search Console zeigt Dir, wie Du in der Google-Suche dastehst. Analytics misst, was Besucherinnen auf Deiner Website tun, und braucht dafür ihre Zustimmung im Cookie-Banner. Deshalb sind die Zahlen dort oft unvollständig.
Fang mit der Search Console an und nimm die anderen Tools dazu, wenn Du sie brauchst. Sechs gute Gratis-Tools, die Du wirklich nutzt, bringen Dir mehr als ein teures Abo, das im Browser-Lesezeichen verstaubt.
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚
