
Blogthemen finden gelingt am zuverlässigsten mit den Fragen, die Deine Kundinnen Dir schon stellen. Sammle sie aus Erstgesprächen, E-Mails und Nachrichten, prüf bei Google, mit welchen Worten danach gesucht wird, und mach daraus eine Themenliste. Ein gutes Blogthema beantwortet genau eine Frage und führt Deine Leserin zu Deinem Angebot.
Ich bin Dani Kaiser, Gründerin und Inhaberin von Mind & Rocket. Als SEO- und GEO-Mentorin begleite ich Selbstständige dabei, mit ihrem Blog bei Google und in KI-Suchen gefunden zu werden. Die Frage „Worüber soll ich denn schreiben?“ kommt dabei fast immer, und die Antwort liegt meistens schon im eigenen Postfach.
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ToggleBlogthemen finden: 5 Quellen, die Du schon hast
Die besten Blogthemen findest Du in fünf Quellen, die Dir ohne Tool zur Verfügung stehen: Erstgespräche, Deine letzten Anfragen, die Google-Suche, Deine Search Console und die Fragen rund um Dein Angebot. Alle fünf haben eines gemeinsam: Sie zeigen Dir, was Deine Wunschkundin wirklich wissen will.
1. Fragen aus Erstgesprächen
Erstgespräche sind die ergiebigste Quelle, weil Deine Kundin dort ihre Frage in eigenen Worten stellt. Bei mir kam immer wieder die Frage, wann man mit ersten Verkäufen über die eigene Website rechnen kann. Daraus ist mein Beitrag geworden, wie lange SEO dauert.
Leg Dir für jedes Gespräch eine Notiz an und schreib die Fragen so auf, wie sie gestellt werden. Formuliere sie dabei nicht schöner, denn genau diese ungeschliffene Sprache tippen Menschen bei Google ein.
2. Deine letzten zehn Anfragen und Nachrichten
Geh Deine letzten zehn Anfragen, E-Mails oder Direktnachrichten durch und markiere jede Frage. Achte vor allem auf Formulierungen, die nach Alltag klingen, so wie man sie einer Freundin erzählen würde.
Ein Beispiel aus meinem Mentoring-Alltag: Coaches schreiben auf ihrer Website gern „Transformationsprozess“. Ihre Kundinnen googeln aber eher „warum sage ich eigentlich nie nein“. Die Worte Deiner Kundinnen sind Gold für Deine Themenliste, solange Du sie mitschreibst, bevor sie Deine Fachsprache übernommen haben.
3. Die Google-Suche selbst
Gib ein Stichwort aus Deinem Fachgebiet bei Google ein und schau Dir zwei Stellen an. Die erste sind die Vorschläge, die Google beim Tippen unter dem Suchfeld anzeigt. Die zweite ist der Kasten „Weitere Fragen“ in den Suchergebnissen, dort stehen echte Anschlussfragen anderer Suchender.
Ein Beispiel: Eine Ernährungsberaterin tippt „Meal Prep“ ein. Google schlägt ihr Ergänzungen wie „für die Woche“ oder „fürs Büro“ vor, und jede davon kann ein eigener Beitrag werden.
4. Deine Google Search Console
Die Google Search Console ist das kostenlose Werkzeug, mit dem Google Dir zeigt, bei welchen Suchbegriffen Deine Website erscheint. Der Klickpfad: Leistung, dann Suchergebnisse, dann unten der Reiter Suchanfragen, sortiert nach Impressionen. Impressionen heißt, wie oft Deine Seite in den Suchergebnissen angezeigt wurde.
Spannend sind Suchanfragen mit vielen Impressionen, für die Du noch keinen passenden Beitrag hast. Google zeigt Dich dort schon, Dir fehlt nur die Seite, die genau diese Frage beantwortet. Wie Du die Zahlen sonst noch liest, steht im Beitrag Google Search Console auswerten.
5. Die Fragen rund um Dein Angebot
Jedes Angebot löst Fragen aus, bevor jemand bucht: Was kostet das, wie lange dauert es, und passt das überhaupt zu mir? Zu jeder dieser Fragen kannst Du einen Beitrag schreiben, der am Ende auf Dein Angebot verlinkt.
✅ Dein nächster Schritt: Öffne Dein Postfach, geh die letzten zehn Anfragen durch und schreib jede Frage wörtlich in eine Liste. Damit hast Du Deine ersten Blogthemen.
Deine Themenliste steht. Bringen die Beiträge auch Anfragen? 👇
Gute Blogthemen bringen Dir Leserinnen. Ob daraus Anfragen werden, entscheiden drei Stellschrauben auf Deiner Website. Im 0€-Guide findest Du heraus, welche davon bei Dir gerade klemmt.
Zum 0€-Guide 🚀Vom Blogthema zum Redaktionsplan
Aus einer Ideenliste wird ein Redaktionsplan, wenn Du jedes Thema prüfst, ihm genau eine Frage zuordnest und eine Reihenfolge festlegst. Ein Redaktionsplan ist einfach eine Liste, in der steht, welcher Beitrag wann erscheint.
Prüfen, ob jemand danach sucht
Bevor Du schreibst, prüfst Du, mit welchem Suchbegriff Menschen nach Deinem Thema suchen. Dieser Begriff heißt Keyword und gehört später in den Titel Deines Beitrags. Wie ich Keywords recherchiere, zeige ich Dir Schritt für Schritt im Beitrag Keywords finden.
Ein Thema, eine Frage
Jeder Beitrag beantwortet genau eine Frage. Schreibst Du zwei Beiträge zur selben Frage, konkurrieren sie bei Google miteinander, und oft rankt keiner von beiden gut.
Mir ist genau das passiert. Vier meiner eigenen Artikel wollten dasselbe: bei Google gefunden werden, auf die erste Seite kommen, sichtbar werden. Alle vier hingen auf Position 24 bis über 30.
Bevor Du ein Thema auf die Liste setzt, tippst Du deshalb „site:deinedomain.de“ und das Stichwort bei Google ein. Taucht schon ein eigener Beitrag dazu auf, erweiterst Du lieber diesen.
Die Themen in eine Reihenfolge bringen
Für den Anfang reicht eine Tabelle mit vier Spalten: Frage, Keyword, passendes Angebot und geplantes Datum. Ganz nach oben kommen die Themen, die am nächsten an Deinem Angebot liegen, weil daraus am ehesten Anfragen entstehen.
Ein Beispiel: Eine Fotografin für Familienfotos setzt „Was ziehen wir zum Familienshooting an?“ vor „Geschichte der Fotografie“. Die erste Frage stellen Menschen kurz vor der Buchung, die zweite eher aus Neugier. Wie oft Du dann veröffentlichen solltest, klärt der Beitrag wie oft bloggen.
Meine Redaktionsplan-Vorlage zum Kopieren
Meine Redaktionsplan-Vorlage ist ein Google Sheet, in dem Du pro Zeile einen Blogartikel planst. Die vier Spalten von oben stecken schon drin, dazu kommen sechs weitere, etwa für interne Links und für den Tag, an dem Du nachschaust, wie der Artikel läuft. Du kopierst sie mit einem Klick in Dein eigenes Google Drive.

| Spalte | Was Du einträgst |
|---|---|
| Monat | In welchem Monat der Artikel kommen soll |
| Geplantes Datum | Der Tag, an dem er online geht |
| Frage Deiner Kundin (Thema) | Die Frage in ihren Worten, so wie sie sie Dir stellt |
| Fokus-Keyword | Der Suchbegriff, für den der Artikel gefunden werden soll |
| Wohin soll der Artikel führen? | Das Ziel, zum Beispiel Newsletter-Anmeldung oder Angebotsseite |
| Status | Idee, Recherche, Schreiben, Fertig, Online oder Aktualisieren |
| Interne Links | Welche Deiner Seiten auf den Artikel verlinken |
| Geteilt in | Wo Du ihn zusätzlich teilst, etwa Newsletter oder Pinterest |
| Nächster Check | Wann Du nachschaust, wie der Artikel läuft |
| Notizen | Alles andere, zum Beispiel woher die Idee kam |
Die Spalte „Nächster Check“ gibt es, weil Google neue Beiträge erst nach und nach einordnet. Nach ein paar Monaten schaust Du in der Search Console nach, ob der Artikel gefunden wird, und trägst das nächste Datum ein.
Hol Dir die Redaktionsplan-Vorlage als Google Sheet 👇
Trag Deinen Vornamen und Deine E-Mail-Adresse ein. Du bekommst den Link zur Vorlage per Mail und kopierst sie mit einem Klick in Dein Google Drive, für 0€.
✅ Dein nächster Schritt: Kopier Dir die Vorlage oder leg selbst eine Tabelle mit den vier Spalten an, trag Deine zehn Fragen ein und markier die drei, die am nächsten an Deinem Angebot liegen. Mit der ersten davon fängst Du an.
Häufige Fragen zum Finden von Blogthemen
Was mache ich, wenn mir gar keine Blogthemen einfallen?
Dann fang bei Deinen Kundinnen an. Geh Deine letzten Anfragen und Gespräche durch und schreib jede Frage auf, die Dir gestellt wurde. Fast jede davon ist ein mögliches Blogthema.
Wie viele Blogthemen brauche ich auf Vorrat?
Eine Liste mit zehn geprüften Themen reicht für den Start. Damit weißt Du bei jedem neuen Beitrag sofort, womit Du weitermachst. Neue Fragen aus Gesprächen trägst Du laufend nach.
Darf ich über Themen schreiben, über die andere schon geschrieben haben?
Ja, solange Du etwas Eigenes beiträgst. Das sind Deine Erfahrungen mit Kundinnen, Deine Beispiele und Deine Meinung zum Thema. Einen fremden Text in anderen Worten nachzuschreiben, bringt Dir dagegen nichts.
Kann ich KI nach Blogthemen fragen?
KI-Tools wie ChatGPT liefern Dir schnell eine Ideenliste. Prüf jede Idee aber mit den echten Fragen Deiner Kundinnen und mit der Google-Suche. Ein Thema, das niemand sucht und keine Kundin fragt, bleibt auch mit KI ein Thema ohne Leserinnen.
Soll ich meinen Redaktionsplan in Excel oder Google Sheets führen?
Beides funktioniert, die Spalten sind dieselben. Meine Vorlage ist ein Google Sheet, weil Du sie mit einem Klick kopierst und auch vom Handy aus öffnen kannst. Brauchst Du eine Excel-Datei, lädst Du Deine Kopie über Datei > Herunterladen > Microsoft Excel herunter.
Deine Themen liegen schon da, im Postfach, in Deinen Notizen und in Deinen Gesprächen. Schnapp Dir einen Matcha Latte oder einen Kaffee und mach Dir die Liste. Freilich, der erste Beitrag ist der schwerste, ab dem zweiten wird es leichter.
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚
