
Die passende Blogartikel-Länge richtet sich nach der Frage, die Dein Beitrag beantwortet. Als Orientierung dienen die Beiträge, die bei Google für Dein Thema oben stehen. Mindestens so wichtig wie die Wortzahl ist der Aufbau: zuerst die Antwort, dann Erklärung und Beispiele, am Ende die Anschlussfragen Deiner Leserin.
Ich bin Dani Kaiser, Gründerin und Inhaberin von Mind & Rocket. Als SEO- und GEO-Mentorin zeige ich Selbstständigen, wie ihr Blog bei Google und in KI-Suchen gefunden wird. Die Frage nach der richtigen Länge höre ich dabei fast so oft wie die nach den richtigen Themen.
Inhaltsverzeichnis & Startrampen für Dich
ToggleBlogartikel-Länge: So findest Du die richtige Wortzahl
Die richtige Wortzahl findest Du, indem Du Dir die Beiträge ansiehst, die für Dein Keyword schon oben bei Google stehen. Ein Keyword ist der Suchbegriff, mit dem Menschen nach Deinem Thema suchen. Eine feste Mindestzahl an Wörtern, die Google belohnt, gibt es nicht.
Die Top-Ergebnisse als Maßstab nehmen
Gib Dein Keyword bei Google ein und öffne die ersten drei Beiträge, die zu Deinem Thema passen. Kopier jeweils den Haupttext in ein leeres Google-Dokument und lass Dir unter Tools, Wortzahl die Länge anzeigen. Liegen alle drei bei ähnlicher Länge, hast Du Deinen Rahmen.
Wichtig ist, was in diesen Beiträgen fehlt. Findest Du eine Frage, die keiner beantwortet, gehört sie in Deinen Beitrag, auch wenn er dadurch etwas länger wird. Wie Du daraus einen Text machst, den Google findet, zeige ich Dir Schritt für Schritt in der Anleitung SEO-Texte schreiben.
Die Frage bestimmt die Länge
Eine kurze Frage verlangt eine kurze Antwort. Wer wissen will, was eine Meta Description ist, braucht ein paar Absätze. Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht, braucht deutlich mehr.
Ein Beispiel: Eine Hundetrainerin schreibt über die Frage „Ab wann darf mein Welpe allein bleiben?“. Die Antwort mit einer kleinen Übungsanleitung passt auf eine überschaubare Seite. Ein Beitrag „Welpen erziehen“ deckt dagegen so viele Fragen ab, dass er sehr lang würde. Den teilst Du besser in mehrere Beiträge auf.
Das Wichtigste gehört nach vorne
Die Länge allein hilft Dir wenig, wenn die Antwort erst im vierten Absatz kommt. In den 2024 bekannt gewordenen internen Google-Dokumenten steht laut der Auswertung von iPullRank, dass es eine Obergrenze dafür gibt, wie viel Text eines Dokuments verarbeitet wird. Was wichtig ist, steht deshalb oben.
✅ Dein nächster Schritt: Prüf bei Deinem nächsten Beitrag die Länge der drei besten Treffer und schreib Dir die Fragen auf, die dort fehlen. Daraus ergibt sich Deine Gliederung.
So baust Du einen Blogartikel auf
Ein gut aufgebauter Blogartikel folgt fünf Teilen: Titel mit Suchbegriff, Antwort am Anfang, Abschnitte mit Zwischenüberschriften, eigene Beispiele und zum Schluss Antworten auf Anschlussfragen. Diese Reihenfolge hilft Deiner Leserin beim Überfliegen und Google beim Einordnen.
1. Ein Titel mit dem Suchbegriff
Der Titel enthält die Worte, die Deine Leserin bei Google eintippt, möglichst weit vorne. Was einen guten Titel ausmacht, steht in meiner Anleitung SEO-Titel schreiben.
2. Die Antwort in den ersten Sätzen
Die ersten zwei, drei Sätze beantworten die Frage aus dem Titel direkt. Deine Leserin weiß dann sofort, dass sie richtig ist, und KI-Suchen können genau diese Sätze als Antwort übernehmen.
3. Abschnitte mit Zwischenüberschriften
Zwischenüberschriften gliedern den Text in Abschnitte. Im WordPress-Editor heißen sie H2 für große Abschnitte und H3 für Unterpunkte. Jede Überschrift beginnt mit einem Satz, der sie direkt beantwortet, und jeder Absatz trägt einen Gedanken.
4. Eigene Beispiele und Erfahrungen
Eigene Beispiele machen Deinen Beitrag unverwechselbar. Laut den internen Google-Dokumenten gibt es Werte für Originalität und für den Aufwand hinter einem Artikel. Wie stark sie wirken, ist unbekannt, Deine Leserin merkt den Unterschied aber sofort.
Ein gut gebauter Beitrag arbeitet lange für Dich. Im März 2024 habe ich in meinem Newsletter geschrieben, dass mir Blogbeiträge von 2017 noch Geld einspielen. Ein Instagram-Beitrag ist dagegen nach etwa zwei Tagen kaum noch auffindbar.
5. Anschlussfragen und ein nächster Schritt
Am Ende beantwortest Du die Fragen, die nach der ersten Antwort aufkommen. Du findest sie im Google-Kasten „Weitere Fragen“ und in Deinen Kundengesprächen. Danach zeigst Du Deiner Leserin, was sie als Nächstes tun kann.
✅ Dein nächster Schritt: Öffne einen bestehenden Beitrag im WordPress-Editor, klick oben links auf das Symbol Dokumentübersicht und wähle den Reiter Gliederung. Dort siehst Du Wortzahl und Überschriften auf einen Blick und erkennst schnell, wo eine Zwischenüberschrift fehlt.
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Zum 0€-Guide 🚀Häufige Fragen zur Länge von Blogartikeln
Wie viele Wörter braucht ein Blogartikel mindestens?
Eine verbindliche Mindestzahl gibt es nicht. Ein Blogartikel braucht so viele Wörter, wie nötig sind, um seine Frage vollständig zu beantworten. Die Beiträge, die für Dein Thema oben stehen, zeigen Dir den üblichen Rahmen.
Sind lange Blogartikel bei Google besser?
Länge allein bringt keinen Vorteil. Google schreibt im eigenen SEO-Startleitfaden, dass die Länge eines Inhalts allein für das Ranking keine Rolle spielt. Ein langer Beitrag rankt dann gut, wenn er die Frage gründlicher beantwortet als die anderen.
Wie oft sollte eine Zwischenüberschrift kommen?
Eine neue Zwischenüberschrift kommt, sobald ein neuer Gedanke beginnt. Auf dem Handy hilft das besonders, weil Deine Leserin beim Scrollen sieht, wo sie gerade ist. Lange Textblöcke ohne Überschrift werden schnell überblättert.
Ist ein kurzer Beitrag besser als gar keiner?
Ein kurzer Beitrag, der eine echte Frage vollständig beantwortet, ist ein guter Beitrag. Kurz wird nur dann zum Problem, wenn wichtige Teile der Antwort fehlen. Wie oft Du veröffentlichen solltest, klärt der Beitrag wie oft bloggen.
Schreib so lang, wie Deine Leserin es braucht, und keinen Absatz mehr. Eine vollständige Antwort ist das, was bei ihr und bei Google zählt.
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚
