
Instagram ist eine App für Fotos und Videos, die Du über Dein Smartphone bedienst. Du legst ein Profil an, folgst Accounts, die Dich interessieren, und veröffentlichst eigene Beiträge, Stories oder Reels. Wer Deine Inhalte zu sehen bekommt, entscheidet ein Algorithmus. Der bewertet heute vor allem, wie lange Menschen Deine Videos anschauen und ob sie sie an Freunde weiterschicken.
So, des war’s mit der kurzen Antwort. Jetzt die lange, denn hinter jedem dieser Punkte steckt eine Kleinigkeit, die Dir niemand sagt.
Quasi jeder benutzt inzwischen dieses „Instagram“ (IG) und Du willst als Anfängerin verstehen, wie die App funktioniert? Oder Du bist schon länger dabei und wunderst Dich, warum Deine Reichweite wegbröselt, obwohl Du eigentlich alles richtig machst? Beides bekommst Du hier: die ersten Schritte, und die Tricks, die etwas weiter unten liegen. Damit Du bald wieder Spaß hast als „Instagrammer“.
Nachfolgend beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem Android-Betriebssystem. Die App verhält sich auf einem iPhone aber nahezu identisch, Einstellungspunkte befinden sich vielleicht nicht 100% an der gleichen Stelle. Aber Du wirst sie finden, da bin ich mir sicher.
Es freut mich, dass ich mit meiner Instagram Anleitung bereits einigen helfen konnte. Für individuelle Beratungsanfragen oder Hilfestellungen, sende mir bitte eine E-Mail an info@mindandrocket.de und ich erstelle Dir gerne ein persönliches Angebot.
Bonus-Tipp: Keinen Bock auf „Fake-Follower“, Follower kaufen oder nervige Bots? Unten im Beitrag erhältst Du eine wertvolle Tool-Empfehlung von mir für Dein authentisches Insta-Wachstum.
Inhaltsverzeichnis & Startrampen für Dich
ToggleDer Instagram-Einstieg
Seit 2012 gehört die fotobasierte App Instagram zu Facebook. Du kannst beide grundsätzlich unabhängig voneinander nutzen, um jedoch, falls notwendig, den vollen Funktionsumfang wie zum Beispiel Instagram-Shopping anbieten zu können, benötigst Du ein Facebook-Profil. Das ist aber bereits fortgeschritten und ich werde es zu späterer Stelle nochmal aufgreifen.
Ein Smartphone oder Tablet ist der bequemste Weg. Inzwischen kannst Du zwar auch am Desktop über den Browser hochladen, aber ehrlich: Die App kann mehr, und Du wirst sowieso am Handy landen. Grundsätzlich kannst Du Bilder entweder direkt mit der IG-App schießen oder aus Deiner Handy-Galerie hochladen und gegebenenfalls mit dem Foto-Filter Deiner Wahl versehen. Bei Videos hat sich das übrigens mehrfach geändert: Früher war nach einer Minute Schluss, heute kannst Du deutlich längere Reels hochladen. Was die App gerade erlaubt, siehst Du beim Hochladen selbst, das rollt Instagram nach und nach aus und sieht nicht bei jedem gleich aus. Viel wichtiger als das technische Maximum ist ohnehin, dass die Leute dranbleiben. Ein kurzes Video, das jemand zu Ende schaut, schlägt ein langes, bei dem nach fünf Sekunden weggewischt wird.
Einsteiger-Trick: Sollte Dein Smartphone keine gute Kamera haben, kannst Du Fotos von Deiner System- oder Spiegelreflexkamera bei Instagram verwenden, indem Du sie von der Speicherkarte auf den PC ziehst und in eine beiderseits genutzte Dropbox bzw. OneDrive speicherst. Vom Handy darauf zugreifen, yay!
Folgen, Timeline & Interaktion
Ich gehe davon aus, dass Du Dir bereits ein Instagram-Konto anlegen konntest, wenn Du auf diese Anleitung gestoßen bist bzw. nach ihr gesucht hast. Jetzt heißt das Zauberwort Inhalte & Vernetzung. Falls Du Dich mit Deinem Facebook-Profil angemeldet hast, werden Dir wahrscheinlich Deine Kontakte vorgeschlagen, oder Dir folgen bereits nach kurzer Zeit Freunde, denen Dein Account als neu vorgeschlagen wurde (keine Sorge, es stalkt Dich niemand 😉).
Der Ausgangspunkt der App ist Deine sogenannte Timeline. Sie besteht aus Bildern und Videos von Profilen, denen Du folgst, sowie gesponserten Beiträgen. Zu Beginn von Instagram war die Timeline chronologisch aufgebaut. Heute sortiert ein Algorithmus die Inhalte nach Relevanz, und der hat sich seit den Anfängen deutlich weiterentwickelt: Instagram-Chef Adam Mosseri hat selbst bestätigt, dass die drei wichtigsten Signale heute Watchtime (wie lange Du bei einem Inhalt bleibst), Sends per Reach (wie oft ein Beitrag per Direktnachricht weitergeschickt wird) und Likes per Reach (das Verhältnis von Likes zur Reichweite) sind. Ein einfaches Like zählt also längst nicht mehr so viel wie früher, eine Weiterleitung per DM oder ein Speichern des Beitrags wiegt deutlich schwerer.
Um die Inhalte Deiner Timeline in gewisser Weise zu beeinflussen, bedarf es also weiterhin Interaktion, nur eben der richtigen Art. Folge und suche Accounts, die Dich interessieren und inspirieren. Aber vor allem: Interagiere! Schenke ihnen ein Like mit Doppel-Tipp auf das entsprechende Bild (bzw. Tipp auf das Herz-Symbol darunter), speichere Beiträge, die Dir wirklich weiterhelfen, oder schicke sie per DM an jemanden weiter, für den sie passen. Solltest Du einige Zeit nicht mehr mit den Inhalten bestimmter Accounts interagieren, werden sie nach und nach aus Deiner Timeline verschwinden. Das ist für beide Seiten mehr als schade. Daher interagiere mit den Inhalten, die Dir gefallen. Wieso sonst solltest Du Accounts folgen, wenn Dir deren Content nicht gefällt?
Kommentieren & Antworten
Bei Instagram funktioniert die Kommentarfunktion ein bisschen anders als bei Facebook, zumindest war es zu den Anfängen so. Wenn Du unter dem Bild eines Accounts kommentierst, erhält er eine Benachrichtigung darüber. Klar. Damit auch Du bei einer Antwort benachrichtigt wirst, ist es essenziell, dass Dein @-Name darin erwähnt wird. Ansonsten ist es lediglich ein Kommentar unter dem Bild, und Du wirst Deine Antwort leider nie erfahren, höchstens zufällig.
Glücklicherweise gibt es seit einiger Zeit die Schaltfläche „Antworten“, sodass das Voranstellen des @-Namens beim Klick darauf automatisch erfolgt. Ein Anfängerfehler, den leider immer noch einige machen. Kann zu blöden Missverständnissen führen.
Eigentlich ist es logisch: Social Media ist für sozialen und persönlichen Austausch gedacht. Das heißt, wenn auch Du nicht mit anderen interagierst, wird Dein Account mit weniger Relevanz eingestuft und somit weniger bis kaum in den Timelines Deiner Follower angezeigt.
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Ein lieber Kollege hat mich kürzlich gefragt: „Und wie bringe ich andere dazu, mir zu folgen?“ Die Antworten auf diese Frage haben bereits Arbeitsplätze geschaffen und können ganze Abende füllen. Ganz sicher kann ich Dir jedoch sagen: Wenn Du gar nichts postest und zeigst, warum sollte man Dir dann folgen? Wenn Du wirklich aktiv und nicht nur passiv bei Instagram sein möchtest, überlege Dir, für was Dein Account stehen soll. Hast Du ein bestimmtes Hobby, eine Nische oder gar ein Unternehmen, für das das Profil erstellt wurde?
Privat, Persönlich oder Business?
Wenn Du beschlossen hast, dass Du keine Inhalte bei Instagram beitragen, sondern lediglich Deine private Inspiration aus der Social Media App ziehen möchtest, kannst Du Dein Profil auch auf Privat stellen. In Deinem Profil oben rechts findest Du drei Punkte, die Dich zu den Einstellungen führen. Scrolle runter und Du findest „Auf privates Konto wechseln“.
Ein privates Konto bedeutet:
- Deine Inhalte sind nicht öffentlich, sondern nur für Dich und Deine bestätigten Follower sichtbar
- Wenn Dir andere Accounts folgen möchten, müssen sie es zuerst beantragen, was Du annehmen oder ablehnen kannst
- Hashtags kannst Du Dir sparen, da Deine Bilder und Videos nicht öffentlich sichtbar sind und Dein Content somit nicht unter den Hashtags auftaucht
- Du kannst es jederzeit wieder zu einem persönlichen (öffentlichen) Konto ändern
Ein persönliches bzw. öffentliches Konto ist bei der Instagram-Anmeldung standardmäßig eingestellt. Das bedeutet:
- Deine Beiträge im Feed bzw. Deinem Profil sind öffentlich einsehbar
- Jeder kann Dir folgen
- Du kannst Deine Inhalte mit Hashtags versehen, damit sie gefunden werden können
- Du kannst ab 100 Followern zu einem Business-Konto wechseln
Was ist denn ein Business-Konto?
- Ein Instagram-Business-Profil ist grundsätzlich kostenlos
- Du erhältst Statistiken, sogenannte Insights, zu Deinen Bildern und Postings
- Du kannst neben Deiner üblichen Profilbeschreibung Kontaktinformationen wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder eine Wegbeschreibung von Dir oder Deinem Unternehmen hinterlegen
- Es ist Voraussetzung, um Instagram-Shopping anzubieten
Kurzer Hinweis noch: Neben dem Business-Konto gibt es auch ein Creator-Konto. Beide sind kostenlos und bieten Insights, das Creator-Konto richtet sich aber eher an Personenmarken und Einzelunternehmerinnen, während Business-Konten stärker auf klassische Unternehmen zugeschnitten sind. Wenn Du als Selbstständige mit Deinem eigenen Gesicht auftrittst, lohnt sich ein Blick auf beide Varianten, bevor Du Dich festlegst.
Hashtags
Hash-what? Ein Hashtag oder mehrere Hashtags haben nichts mit Haschkeksen oder Ähnlichem zu tun, obwohl sie in gewisser Weise auch süchtig machen können. Kleiner Scherz am Rande. Die mit Raute vorangestellten #Begriffe dienen dazu, Bilder oder Beiträge ähnlicher Kategorien zusammenzufassen. Mit bereits vorhandenen Hashtags wie #Bookstagram oder #Katzenliebe findest Du tausende Bilder und Videos zum entsprechenden Thema. Du kannst aber auch eigene kreieren.
Früher galten Hashtags als einer der wichtigsten Hebel für Reichweite, bei Instagram sind pro Posting nach wie vor bis zu 30 Hashtags möglich. Inzwischen hat sich das aber deutlich geändert: Instagram selbst hat bestätigt, dass Hashtags kaum noch zur Reichweite beitragen. Auch ich merke das an meinem eigenen Account deutlich, Hashtags bringen mir längst nicht mehr die Wirkung, die sie noch vor ein paar Jahren hatten. Für die Kategorisierung und die interne Suche innerhalb der App sind 3 bis 5 gut gewählte, thematisch passende Hashtags weiterhin sinnvoll, mehr ist aber wirklich nur noch Deko und bringt Dir keinen Reichweiten-Vorteil.
Instagram Reels
Ein Format, das es beim ursprünglichen Verfassen dieser Anleitung noch gar nicht gab und das heute kaum mehr wegzudenken ist: Reels. Das sind kurze, vertikale Videos, die Du direkt in der App aufnehmen, schneiden und mit Musik, Text oder Effekten versehen kannst. Du findest sie über das Plus-Symbol beim Erstellen eines neuen Beitrags.
Reels sind deshalb so wichtig, weil sie vor allem Menschen gezeigt werden, die Dir noch nicht folgen. Während Dein normaler Feed vor allem von Deinen bestehenden Followern gesehen wird, ist der Reels-Bereich eine echte Entdeckungsfläche, dort konkurrierst Du um neue Follower, die Dich über den Algorithmus finden, nicht weil sie schon nach Dir gesucht haben.
Entscheidend ist auch hier die Watchtime: Wird das Reel bis zum Ende geschaut, vielleicht sogar mehrfach? Die ersten anderthalb bis zwei Sekunden entscheiden, ob jemand dranbleibt oder weiterwischt, ein starker Einstieg ist also wichtiger als ein perfektes Ende. Speicherungen und Weiterleitungen per DM zählen bei Reels noch stärker als im normalen Feed, ein Reel mit wenigen Likes, aber vielen Saves und Shares wird häufig weiter ausgespielt als eines mit vielen Likes, aber wenig echtem Mehrwert.
Bei mir laufen Reels und klassische Feed-Beiträge bzw. Karussells inzwischen ungefähr im Verhältnis 50 zu 50, und das ist auch eine gute Faustregel: Eine Mischung aus beiden Formaten funktioniert meist besser, als sich auf nur eines zu versteifen. Karussells (mehrere Bilder oder Slides in einem Beitrag) erzeugen oft mehr Speicherungen und eine längere Verweildauer, Reels bringen Dir dafür die Reichweite bei Menschen, die Dich noch nicht kennen. Wenn Du beides klug kombinierst, deckst Du beide Stärken ab.
Instagram Stories
Seit August 2016 gibt es die Funktion „Stories“ in Instagram. Du findest sie auf dem Timeline-Bildschirm oben links als Kamerasymbol. Dort kannst Du Bilder und Videos (im Hochformat) hochladen, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Selbstständig löschen geht jedoch immer. Tippe drauf, und es öffnet sich die Möglichkeit für einen zeitlosen Livestream, ein normales Bild, ein Boomerang-Video (3 Sekunden Loop), eine freihändige Videoaufnahme für 15 Sekunden, das Superzoom-Videotool, die Fokus-Funktion und Rewind. Einfach mal ausprobieren, dann kommst Du schnell dahinter, welche Funktion Du für welche Erlebnisse verwenden kannst.
Wische nach oben, und Du kannst bereits geknipste Bilder oder Videos (maximal 15 Sekunden) aus Deiner Galerie hochladen. Oben rechts hast Du die Möglichkeit für Text, Zeichenstifte oder witzige Sticker. Hast Du ein Foto ausgewählt, „swipe“ nochmal von unten nach oben, und es öffnet sich ein weiteres Menü, mit dem Du dem Bild oder Video einen Hashtag, ein Gif, Deinen Standort sowie eine Umfrage hinzufügen kannst. Einen Filter kannst Du mit einem Wisch von rechts nach links verpassen.
Mit dem Plus fügst Du es Deiner Story hinzu, und mit „Senden an“ kannst Du es per privater Direktnachricht an einen Kontakt verschicken. Hast Du es Deiner Story hinzugefügt, erscheint ein bunter Kreis um Dein Profilbild.
Instagram Einsteiger-Tutorial
Wie Du siehst, kann man selbst über die Grundfunktionen der bildbasierten App einiges erzählen. Ich hoffe, meine kleine Anleitung kann Dir den Einstieg etwas erleichtern. Du solltest einfach viel ausprobieren, Dich von anderen inspirieren lassen und dabei den Spaß nicht vergessen. Sag mir Bescheid, falls Dich ein Beitrag für fortgeschrittene Instagramnutzer interessieren würde. Vielleicht liegt Dir ja sogar ein Themenwunsch auf der Zunge?
Sehen wir uns bei Instagram (@mindandrocket)?
Einen ultimativen Geheimtipp für Dein erfolgreiches Instagram-Wachstum gibt es noch zum Ende des Beitrags, und einen zweiten Buchtipp gleich vorweg:

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