Deine Angebotsseite wird bei Google meistens aus einem simplen Grund nicht gefunden: Sie hängt allein in der Hauptnavigation und kommt sonst nirgends auf Deiner Website vor. Google misst die Wichtigkeit einer Seite auch daran, wie oft und wie sinnvoll intern auf sie verwiesen wird. Ein einzelner Menüpunkt reicht dafür nicht.
Das ist der Befund, den ich bei Website-Checks am häufigsten sehe, und meistens erkenne ich ihn schon nach einer Minute. Es gibt genau einen Menüpunkt, der „Angebot“ oder „Leistungen“ heißt. Und dann redet die ganze restliche Website über sich selbst: über die Gründungsgeschichte, über Werte, über den Weg zur Selbstständigkeit. Nur auf das Angebot geht niemand ein, weder inhaltlich noch mit einem Link.
Für Deine Besucherin heißt das: Sie liest einen schönen Blogartikel, findet Dich sympathisch und steht dann vor dem Nichts. Wenn sie jetzt buchen will, muss sie zurück ins Menü und selbst suchen. Viele tun das nicht. Sie klicken weg, und Du erfährst nie davon.
Die gute Nachricht: Das ist einer der Fehler, die sich am leichtesten beheben lassen. Deine Website muss dafür weder neu gebaut noch neu gestaltet werden. Es reicht, ein bisschen an Deinen bestehenden Texten zu schrauben.
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ToggleWas mit Landingpage überhaupt gemeint ist
Kurz zur Begriffsklärung, weil das Wort zwei sehr verschiedene Dinge meint. In Agenturen ist eine Landingpage oft eine Kampagnenseite: gebaut für bezahlte Anzeigen, läuft ein paar Wochen, dann verschwindet sie wieder. Für Dich als Selbstständige ist es etwas anderes.
Deine Landingpage ist Deine Angebotsseite. Die Seite, auf der Dein Coaching steht, Dein Kurs, Deine Behandlung. Die Seite, auf der jemand landen soll, der genau das sucht, was Du anbietest. Sie ist dauerhaft da, und sie soll über Google gefunden werden, nicht über Werbebudget.
Deshalb geht es in diesem Artikel um Landingpage SEO in genau diesem Sinn: wie diese eine wichtige Seite bei Google auftaucht und dann auch zur Anfrage führt. Anzeigen-Optimierung lassen wir außen vor.
Warum Deine Angebotsseite unsichtbar bleibt
Google bewertet zwei Dinge: was auf einer Seite steht und welchen Stellenwert sie innerhalb Deiner Website hat. Dieser Stellenwert entsteht durch interne Links. Eine Seite, auf die nur das Menü zeigt, sieht danach aus, als wäre sie Dir selbst nicht so wichtig.
Stell Dir Deine Website als Haus vor. Die Hauptnavigation ist der Grundriss an der Wand im Eingangsbereich: Da steht, welche Räume es gibt. Interne Links sind die Türen und Flure, die tatsächlich hinführen. Wenn zu Deinem Angebotsraum nur der Eintrag im Grundriss führt und keine einzige Tür, dann steht der Raum zwar auf dem Plan. Betreten wird er trotzdem selten.
Und weil Deine anderen Seiten überwiegend über Dich sprechen, fehlt Google noch etwas Zweites: der thematische Zusammenhang. Wenn kein Artikel das Problem beschreibt, das Dein Angebot löst, hat Google keinen Anlass, Deine Angebotsseite mit diesem Problem zu verknüpfen.
✅ Dein Check: Öffne Deine Website und tu so, als wärst Du zum ersten Mal da. Klick auf einen Blogartikel und versuch von dort aus, ohne das Menü zu benutzen, auf Deine Angebotsseite zu kommen. Wenn Du es nicht schaffst, hast Du gerade in zwei Minuten den Grund gefunden, warum Anfragen ausbleiben. Und ehrlich: Das ist ein guter Moment. Denn dieser Fehler gehört zu den wenigen, die Du heute noch selbst beheben kannst.
Wie Du Deine Angebotsseite intern verankerst
Die Lösung kostet Dich einen Nachmittag: Sorg dafür, dass mehrere Seiten inhaltlich auf Dein Angebot zulaufen und dorthin verlinken. Kein Werbebanner, eine sinnvolle Fortsetzung des Textes. Das ist keine Rocket Science, das machst Du selbst in Deinem Backend.
Konkret heißt das: Wenn Du einen Artikel über ein Problem schreibst, das Du löst, gehört ans Ende ein Link auf die Seite, wo die Lösung steht. Wenn Du auf Deiner Über-mich-Seite erzählst, womit Du Menschen hilfst, gehört genau dort ein Link hin. Und wenn Du mehrere Angebote hast, verweisen sie idealerweise aufeinander, damit jemand den Unterschied versteht.
Der Ankertext ist dabei wichtiger, als die meisten denken. „Hier klicken“ oder „mehr erfahren“ sagt Google nichts. Ein Link, der „Einzelcoaching für den Wiedereinstieg“ heißt, sagt sehr genau, worum es auf der Zielseite geht. Sprich also aus, wohin der Link führt.
⚠️ Der typische Fehlgriff: Statt interner Verlinkung wird die Navigation umgebaut, ein Button in die Kopfzeile gesetzt oder die Startseite neu designt. Das fühlt sich nach Fortschritt an, ändert aber nichts, weil das Grundproblem bleibt: Kein Inhalt Deiner Website spricht über das Angebot. Ein hübscherer Grundriss macht noch keine Tür.
Der zweithäufigste Fehlgriff passiert übrigens aus reiner Liebe zum Detail. Ich habe schon mehrfach erlebt, dass jemand die vorhandenen Textlinks wieder rausgenommen hat, weil sie in der Farbe des Themes einfach nicht schön aussahen. Kann ich verstehen. Nur hat Deine Website danach optisch gewonnen und in der Sichtbarkeit verloren. Falls Dich Deine Linkfarbe stört: Die lässt sich ändern. Der Link selbst darf bleiben.
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Kostenlosen Guide holen 🚀Landingpage SEO: Was auf der Seite selbst stehen muss
Wenn die Verlinkung sitzt und Besucherinnen ankommen, entscheidet die Seite selbst. Zwei Dinge zählen dabei: die richtigen Wörter, damit Google sie überhaupt einordnen kann, und ein Aufbau, der zur Anfrage führt.
Die Wörter Deiner Kundinnen statt Deiner Methode
Eine Angebotsseite rankt für das, was auf ihr steht. Klingt banal, ist aber der zweite große Stolperstein, denn die meisten Angebotsseiten beschreiben die Methode und nicht das Problem.
Deine Kundin sucht selten nach dem Namen Deines Verfahrens. Sie sucht nach dem, was sie gerade nicht schafft. Wenn auf Deiner Seite nur steht, wie Dein Programm heißt und aus wie vielen Modulen es besteht, fehlt genau die Brücke zu dem, was jemand eintippt. Nimm die Worte Deiner Kundinnen aus den Erstgesprächen und bring sie in die Überschriften und in die ersten Absätze. Das ist keine Verkaufsprosa, das ist schlicht die Sprache, in der Deine Zielgruppe denkt.
Wichtig ist außerdem: Ein Angebot, eine Seite. Wenn Coaching, Workshop und Onlinekurs alle auf derselben Seite stehen, muss Google raten, wofür sie eigentlich gedacht ist. Dann rankt sie für nichts davon richtig. Gib jedem Angebot eine eigene Seite mit einem eigenen Schwerpunkt.
Der Aufbau, der zur Anfrage führt
Angenommen, jemand kommt jetzt über Google auf Deiner Angebotsseite an. Dann entscheiden ein paar Dinge darüber, ob daraus eine Anfrage wird oder ein Rücksprung.
- Oben steht, für wen das ist. Nicht Deine Vita, nicht die Entstehungsgeschichte. Erst das Problem, dann Du.
- Der Ablauf ist beschrieben. Wie viele Termine, in welcher Form, was passiert danach. Unklarheit kostet mehr Anfragen als ein zu hoher Preis.
- Es gibt eine Preisangabe oder wenigstens eine Spanne. Eine Seite ganz ohne Zahl wirkt auf viele so, als sollte da etwas verborgen bleiben.
- Der nächste Schritt ist sichtbar, ohne zu scrollen. Und er taucht am Ende nochmal auf. Wer überzeugt ist, soll nicht suchen müssen.
Das Ganze ist übrigens auch ein Ranking-Thema. Wenn Menschen auf Deiner Seite landen und sofort wieder zurückgehen, weil sie nicht finden, was sie brauchen, ist das ein Signal an Google. Nicht das wichtigste, aber eines, das sich über viele Besucherinnen summiert.
Technik und Zeitrahmen
Zwei Dinge, die vor dem Feilen an Texten geklärt sein sollten: ob die Seite technisch überhaupt gefunden werden kann, und wann Du mit Ergebnissen rechnen darfst.
Drei technische Punkte
Prüf zuerst, ob die Seite überhaupt im Google-Index ist. Tipp dafür site:deineseite.de/deine-angebotsseite in die Suche, mit Deiner echten Adresse und ohne Leerzeichen nach dem Doppelpunkt. Kommt kein Ergebnis, kennt Google die Seite nicht, und alles andere ist zweitrangig.
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Sichtbarkeits-Shortcut für 27€ 🚀Schau danach auf die URL. Sie sollte kurz sein und sagen, worum es geht, also eher deineseite.de/einzelcoaching als eine Adresse mit Zahlensalat. Und wenn Du eine URL änderst, richte eine Weiterleitung ein, sonst verlierst Du bestehende Rankings.
Der dritte Punkt sind Ladezeit und Handy-Ansicht. Angebotsseiten sind oft die bildlastigsten Seiten einer Website, und die meisten Besucherinnen kommen mit dem Handy. Wenn große Fotos ungebremst geladen werden, springen Leute ab, bevor Deine Seite überhaupt sichtbar ist.
Zwei Dinge kannst Du in einer halben Stunde selbst erledigen. Bilder vor dem Hochladen verkleinern, also auf die Breite, in der sie später wirklich angezeigt werden, statt das Foto direkt aus der Kamera hochzuladen. Und danach Deine Seite einmal durch Googles PageSpeed Insights schicken. Das Tool ist kostenlos, Du gibst nur die Adresse ein und bekommst eine Liste. Wichtig dabei: Du musst nicht jeden Punkt abarbeiten, viele betreffen Dein Theme und nicht Deine Inhalte. Mehr dazu findest Du in meinem Artikel dazu, wie Du SEO selbst in die Hand nimmst.
Wie lange das dauert
Damit Du realistisch planen kannst: Erste Bewegungen siehst Du in der Search Console nach zwei bis drei Monaten, spürbare Klicks nach vier bis sechs. Bei einer bestehenden Seite, die schon Rankings hat, geht es schneller, da können sich Positionen nach drei bis sechs Wochen verschieben.
Impressionen sind dabei der Frühindikator, nicht Anfragen. Und dieser Moment ist der schönste am ganzen Prozess: Da steigt eine Kurve, die vorher flach am Boden lag, und Du siehst zum ersten Mal schwarz auf weiß, dass Deine Website im Netz ankommt. Ich schicke meinen Kundinnen an so einem Tag eine Sprachnachricht. Meistens fängt die mit einem lauten „Yay, wie geil!“ an, gefolgt von „Ich wusste es, ich wusste, dass es klappt.“
Genau das ist es, was mich nach zehn Jahren SEO immer noch packt. Da wächst ein kleines Business Stück für Stück ins große WWW hinein und wird gefunden, ganz ohne Werbebudget. Es hat einfach jemand die richtigen Handgriffe gemacht.
Bis dahin gilt trotzdem: Jeden Tag in die Search Console zu schauen, macht mürbe. Einmal die Woche reicht völlig.
Wo Du anfängst
Wenn Du nur eine Sache aus diesem Artikel umsetzt, dann diese: Geh Deine bestehenden Seiten durch und setz von jeder, die inhaltlich dazu passt, einen sinnvollen Link auf Deine Angebotsseite. Mit einem Ankertext, der sagt, was dort zu finden ist. Nimm Dir einen Kaffee und mach das in einem Rutsch.
Welche Deiner Seiten dabei am meisten Gewicht mitbringt und in welcher Reihenfolge Du vorgehst, hängt von Deiner konkreten Website ab. Das schaue ich mir im Mentoring mit Dir gemeinsam an, weil sich das ohne Blick auf die echten Zahlen schlicht nicht seriös sagen lässt. Für den Anfang reicht die Faustregel: Verlinke von dort, wo es inhaltlich Sinn ergibt.
Das kostet einen Nachmittag und ist meistens der Punkt, an dem sich zuerst etwas bewegt. Und genau darin liegt der Reiz an der ganzen Sache: Oft sind es die simpelsten Handgriffe, die den Unterschied machen. Ich habe schon Websites gesehen, bei denen ein einziger vergessener Haken im Backend dafür gesorgt hat, dass Google die Seite komplett ignoriert. Haken raus, ein paar Wochen warten, und die Search Console fängt an zu leben.
Deine schönste Angebotsseite bringt Dir nichts, solange sie im Haus versteckt liegt. Also mach ihr eine Tür, Rocket Mind. Ich bin gespannt, was sich bei Dir tut.
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚